Übergang vom Sozialamt zum Jobcenter - Tipps zur Krankenversicherung

Beim Übergang vom Sozialamt zum Jobcenter können geflüchtete Menschen zwischen mehreren Krankenkassen frei wählen. Die "Standardwahl" ist die Versicherung bei der AOK Niedersachsen. Möglicherweise hat die Wahl einer anderen Krankenkasse aber Vorteile. Die DAK hat uns beispielsweise auf ihren besonderen Service für geflüchtete Menschen hingewiesen:

Die DAK kann als Krankenkasse gewählt werden, wenn ein/e Geflüchtete/r vom Sozialamt zum Jobcenter übergeht:

  • Situation 1: Krankenversicherung von Asylbewerber/innen geht nach 15 Monaten von Sozialamt auf Krankenkasse über (aber weiterhin Bezug von Asylbewerberleistungen)
  • Situation 2: Asylbewerber/innen treten eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle an und beziehen keine Sozialleistungen mehr
  • Situation 3: Asylbewerber/innen erhalten einen Aufenthaltstitel (Bezug von Hartz IV)
  • Situation 4: Familiennachzug von Geflüchteten nach ihrer Anerkennung (Einreise mit 3-Monats-Visum inkl. Erwerbstätigkeit gestattet)

 

Normales Prozedere

 

Üblicher Ablauf

  • Wenn Geflüchtete zum Jobcenter übergehen, müssen sie eine Krankenkasse wählen (oft werden sie auf AOK hingewiesen)
  • Jobcenter meldet es an gewählte Krankenkasse
  • Geflüchtete/r muss Mitgliedschafts-Antrag ausfüllen und mehrere Wochen auf Aufnahme in Krankenkasse warten
  • Geflüchtete/r muss auf Vergabe der Sozialversicherungsnummer durch Jobcenter mehrere Wochen warten
  • Mögliche Nachteile
    • Wartezeit von mehreren Wochen bis zur Aufnahme in Krankenkasse und bis zum Erhalt der Sozialversicherungsnummer
    • während dieser Zeit häufig Probleme mit Arztbesuchen, weil das Sozialamt einspringen muss
    • häufig Probleme beim Ausfüllen von Aufnahmeanträgen der gewählten Krankenkasse

 

Alternative: Beschleunigtes und vereinfachtes DAK-Prozedere Schritte

  • Wenn Geflüchtete zum Jobcenter übergehen, können sie beim Jobcenter die Krankenkassenwahl DAK angeben (mündlich oder durch das Vorzeigen der sog. Service-Card - siehe unten)
  • Anmeldung ist damit wirksam
  • zur DAK-Servicestelle gehen ODER Hausbesuchs-Termin vereinbaren
  • Schreiben vom städtischen Sozialamt mitbringen mit Aufforderung, Krankenkasse zu wählen
  • Anerkennungsbescheid des BAMF mitbringen
  • Visum mitbringen
  • nach wenigen Tagen bekommen sie eine Sozialversicherungsnummer und können regulär zum Arzt gehen (für die Tage der Wartezeit erhalten sie ggf. Behandlungsscheine)
  • Vorteile
  • mündliche Wahl wird von DAK als Anmeldung anerkannt! Sie sind ab diesem Zeitpunkt versichert
  • ob eine weitergehende Antragsstellung notwendig ist, klärt die DAK
  • nur wenige Tage Wartezeit bis zur Vergabe der Sozialversicherungsnummer
  • für Notfälle während der Wartezeit werden Behandlungsscheine ausgestellt (auch wenn man schon beim Arzt sitzt)
  • Problemklärung mit Jobcentern, Sozialämtern und Ärzten wird von DAK übernommen („kurzer Dienstweg“ geht oft schneller)
  • aufsuchende Arbeit: Infogespräche und Anmeldung auch zuhause bzw. in Unterkünften möglich


Kontakt zur DAK

Fragen Sie die DAK nach der Informationsmappe für Geflüchtete (beinhaltet deutsch-arabisch-englische Infomaterialien sowie die oben angesprochene Service-Card). Informationen zur DAK finden Sie hier auf der Homepage der DAK sowie in einer fremdsprachigen Zusammenstellung.

Ihr Ansprechpartner ist:


Thomas Korzeniowski
Bezirksleiter + Koordinator Flüchtlingsangelegenheiten

DAK-Gesundheit
Berliner Allee 3-5
30175 Hannover
Tel. 0511 / 8994971910
Mobil 0172 / 5402179
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