Aufnahme einer Arbeit

Die Aufnahme einer Arbeit ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbständigkeit und Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen. Auch wer noch nicht arbeiten darf, hat verschiedene Möglichkeiten, sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Einen Überblick über den Zugang zum Arbeitsmarkt für geflüchtete Menschen gibt es beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf dieser Seite. Weitergehende Informationen findet man auch auf der Homepage der Agentur für Arbeit, insbesondere in der Broschüre "Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen". Eine ausführliche Darstellung gibt es auch auf der Homepage der Region Hannover - Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge. Auch der DGB hat eine entsprechende Broschüre veröffentlicht. Flüchtlinge dürfen vor allem in Abhängigkeit von Aufenthaltsdauer und Status eine Arbeit o.ä. aufnehmen. Einen Überblick gibt folgende Tabelle:

 

  Asylsuchende Subsidiärer Schutz, Abschiebeverbote, humanitärer Aufenthalt  Asylberechtigte und Flüchtlinge nach Grundgesetz & Genfer Flüchtlingskonventionen  Geduldete Migranten 
Paragraph  § 55 AsylVfG  § 25 II, III, V AufenthG  § 25 I, II AufenthG  § 60a AufenthG 
Titel des Status  Aufenthaltsgestattung  Aufenthaltserlaubnis Aufenthaltserlaubnis Duldung
Ausbildung, Praktika gem. § 15 BeschV, Freiwilligendienste? Nach 3 Monaten erlaubt Sofort erlaubt Sofort erlaubt  Sofort erlaubt, näheres siehe § 32 II BeschV 
Übrige Praktika u.ä. siehe hier  
Unselbständige Arbeit  1.-3. Monat - Arbeitsverbot
4.-15. Monat - mit Vorrangprüfung und Genehmigung der Ausländerbehörde
ab 16. Monat - ohne Vorrangprüfung mit Genehmigung der Ausländerbehörde 

Sofort erlaubt

Sofort erlaubt  1.-3. Monat - Arbeitsverbot
4.-15. Monat - mit Vorrangprüfung
ab 16. Monat - ohne Vorrangprüfung  
Hochqualifizierte Arbeit und Arbeit bei Verwandten (ohne Vorrangprüfung) nach 3 Monaten erlaubt 

Sofort erlaubt 

Sofort erlaubt 

Sofort erlaubt, näheres siehe § 32 II BeschV 
Kann ein Arbeitsverbot durch die Ausländerbehörde verlangt werden?  Nein Nein  Nein  Ja, bei mangelnder Mitwirkung des Flüchtlings (z.B. bei Angabe einer falschen Identität) 
Selbständige Arbeit?  Nicht erlaubt  Kann auf Antrag erlaubt werden  Erlaubt  Nicht erlaubt 

 

Trotz eines Beschäftigungsverbotes sind folgende Aktivitäten zulässig:

  • schulische Berufsausbildung
  • Studium (wenn kein Studienverbot ausgesprochen wurde)
  • selbst finanzierte Deutschkurse z.B. bei der Volkshochschule (VHS)

 

Weitergehende und ausführlichere Informationen finden sich im Leitfaden für Flüchtlinge des Niedersächsischen Flüchtlingsrates: http://www.nds-fluerat.org/leitfaden/ Quelle: Erstinfos für Asylsuchende, Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.

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