Handy- und Internetverträge

Für viele Flüchtlinge ist ihr Smartphone die einzige Verbindung zu Verwandten und Freunden in der Heimat. Bei Vertragsabschlüssen in Deutschland ist allerdings Vorsicht geboten. Fehlende Sprachkenntnisse können schnell dazu führen, dass Flüchtlinge ungeeignete Handytarife abschließen. Mehrsprachige Hilfe gibt es auf der Seite der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

 

Derzeit häufen sich Hinweise, dass Internet- und Kabelanbieter ganze Häuser, die von Geflüchteten bewohnt werden, mit Internet bzw. Kabelanschluss versorgen wollen. Die Bewohnerinnen und Bewohner unterschreiben arglos Verträge, die sie nicht verstehen. Häufig stehen da Dinge drin, die sie gar nicht wollen. In diesem Zusammenhang unterschreiben geflüchtete Menschen ggfs. Verträge, die sie nicht verstehen und deren Konsequenzen sie daher nicht überblicken können. Die Anbieter wissen das, versuchen aber trotzdem regelmäßig, Geflüchtete auszunutzen.

 

Bitte versuchen Sie nicht, diese Fälle alleine zu lösen! Das gelingt in der Regel nicht. Hilfe bieten an dieser Stelle die Verbraucherzentralen. Die Beratung bei den VZ ist für Geflüchtete übrigens kostenlos (egal welcher Aufenthaltsstatus). Sie müssen nichts nachweisen, einfach nur bei der  Anmeldung oder zu Beginn des Beratungsgespräch sagen, dass sie Geflüchtete sind. Wenn sie das nicht machen, kostet ein Beratungsgespräch EUR 10,00.

 

Wenn sich ein Geflüchteter an Sie wendet wegen Internet-/Handy-/Kabel-Vertrag, gehen Sie bitte wie folgt vor:

 

Zur Verbraucherzentrale Niedersachsen:

Diese hat seit einiger Zeit einen speziellen Service für Geflüchtete zu dem Dolmetscher mitgebracht werden sollten. Sie können auch bei uns einen Dolmetscher anfordern, dann aber zwei Wochen Vorlauffrist einplanen. Bitte versuchen Sie nicht, den Fall alleine zu lösen! Die Anbieter reagieren erfahrungsgemäß nicht auf Anrufe oder Schreiben von Ehrenamtlichen oder von Migrationsberatungsstellen. Das Einzige was hier hilft sind die Verbraucherzentralen. Wenn die Anbieter ein VZ-Schreiben erhalten, wissen sie sofort, dass sie ihre Ansprüche nicht durchsetzen können und geben in der Regel auf.