Ankunft und Überblick

In Lehrte leben derzeit mehr als 1.000 Menschen, die ihre Heimat wegen Verfolgung, Not und Krieg verlassen haben und bei uns Schutz suchen. Nach ihrer Ankunft in Deutschland werden Flüchtlinge zumnächst einer Erstaufnahmeeinrichtung zugewiesen. Dort befindet sich eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (kurz: BAMF), in der ein Asylantrag gestellt werden kann. In Niedersachsen gibt es Erstaufnahmeeinrichtungen in Friedland, Braunschweig, Bramsche und Osnabrück. Nach spätestens 3 Monaten, oft aber schon deutlich früher, werden die Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen auf die Kommunen verteilt. Die Stadt Lehrte erhält ca. eine Woche vor der Ankunft neuer Flüchtlinge die Information, wann wie viele Menschen kommen werden. Die Flüchtlinge reisen entweder per Bahn an oder werden aus Friedland mit einem Bus in die für sie zuständige Kommune gebracht. In Lehrte werden die Flüchtlinge durch Frau Peters und Herrn Fadel von der Flüchtlingssozialberatung der AWO in Empfang genommen.

 

Die Beiden erklären den Neuankömmlingen wie der weitere Ablauf ist und begleiten sie in den ersten Tagen zu den wichtigsten Anlaufstellen. Dabei können sie auf Deutsch, Englisch und Arabisch helfen. Sollte das nicht ausreichen, wird für die ersten Informationen ein ehrenamtlicher Übersetzer hinzugezogen. Um die vielen Informationen in Ruhe verarbeiten zu können, bekommen die Neuankömmlinge eine Mappe mit den wichtigsten Informationen auf deutsch, englisch, französisch und arabisch ausgehändigt. Die Flüchtlinge wohnen zum großen Teil in dezentralen Wohneinheiten in der Kernstadt, aber auch auf dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände und der ehemaligen "Golden-Toast-Halle". Kleinere Gruppen wohnen zudem in Ahlten, Sievershausen und Arpke. Weitere Unterkünfte (z.B. weiteres Gebäude in der Tiefen Straße) sind im Bau bzw. in Planung. Eine Besonderheit in Lehrte ist, dass überdurchschnittlich viele Menschen aus West- und Ostafrika bei uns leben (Topherkunftsländer sind Sudan, Somalia und die Elfenbeinküste). Es leben nur wenige Flüchtlinge aus europäischen Ländern bei uns (z.B. Bosnien oder Montenegro).

 

Entgegen der medialen Berichterstattung leben auch nicht so sehr viele Flüchtlinge aus „arabischen Krisenländern“ in Lehrte – es handelt sich um einzelne Grüppchen aus Syrien, Irak, Libyen und Afghanistan. Diese Herkunftszusammensetzung bringt mit sich, dass es sich bei den in Lehrte lebenden Flüchtlingen überwiegend um junge, alleinstehende Männer handelt. (Flüchtlinge aus West- und Ostafrika kommen überwiegend auf dem Seeweg nach Europa, was für Frauen und Kinder zu strapaziös ist.) Familien und Kinder sind in der Unterzahl, haben aber in der letzten Zeit stark zugenommen. Darauf sei extra hingewiesen, weil alle immer am liebsten Familien und Kindern helfen möchten. Auch alle anderen Personengruppen benötigen Unterstützung. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat eine Checkliste für die Aufnahme von Flüchtlingen erstellt. Die Checkliste gibt viele Hinweise, was zu tun ist und woran gedacht werden sollte. Sie finden die Checkliste hier.

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